Bauchspeicheldrüse – Israelitisches Krankenhaus Hamburg
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Bauchspeicheldrüse

Chirurgie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

In der Chirurgischen Klinik am Israelitischen Krankenhaus bieten wir Ihnen kompetente Hilfe, wenn eine Operation an der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) erforderlich sein sollte. Wir versorgen Sie beispielsweise bei einer Tumorerkrankung oder einer chronischen Entzündung des Pankreas’. Unsere Experten verfügen mit ca. 90 Operationen pro Jahr über eine nachweislich hohe Erfahrung in der Chirurgie der Bauchspeicheldrüse. Damit liegen wir weit über der geforderten Mindestanzahl von zehn Patienten pro Jahr. Nur Kliniken, die diese Anforderung erfüllen, dürfen die anspruchsvolle Pankreaschirurgie in Deutschland anbieten.

Die Bauchspeicheldrüse produziert Insulin, das den Zuckerhaushalt steuert. Darüber hinaus bildet dieses Organ Enzyme für die Verdauung, die über einen Gang in den Zwölffingerdarm abgegeben werden.

Es gibt zystische Tumore des Pankreas’, die definitiv gutartig sind. Es gibt aber auch zystische Tumore mit dem Potenzial, maligne zu entarten, also bösartig zu werden. Und es gibt das Pankreaskarzinom. Um Ihren individuellen Tumor möglichst gut einschätzen zu können, nutzen wir umfangreiche diagnostische Verfahren auf dem modernsten Stand der Medizintechnik. Dazu zählen unter anderem:

  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT, Kernspintomografie)
  • Sonografie (Ultraschalluntersuchung)
  • Endosonografie (Kombination aus Endoskopie und Ultraschall)

Sollten wir Ihren individuellen Tumor nicht anhand dieser Untersuchungen zuverlässig einer dieser Gruppen zuordnen können, so können wir uns im Rahmen einer Operation Klarheit verschaffen.

Die Art der Operation hängt von der Lage des Tumors in der Bauchspeicheldrüse ab. Bei der sogenannten Pankreaskopf- oder Whipple-Resektion (benannt nach dem US-Chirurgen Whipple) entfernen wir die rechte Hälfte der Bauchspeicheldrüse, bei der sogenannten Pankreasschwanzresektion die linke Hälfte.

Entfernung des Pankreaskopfs

Der Pankreaskopf ist anatomisch eng mit dem Zwölffingerdarm und dem dort einmündenden Gallengang verbunden. Deshalb entfernen wir bei diesem Eingriff diese Organe ebenso wie die Gallenblase. Anschließend verlagern wir eine Dünndarmschlinge in den rechten Oberbauch und verbinden diese mit dem verbliebenen Pankreas, dem Gallengang und dem Ende des Magens.

Entfernung des Pankreasschwanzes

Bei der etwas weniger komplizierten Pankreasschwanzresektion (oder auch Linksresektion) müssen wir auch die Milz entfernen, weil sich deren Blutgefäße entlang der linken Pankreashälfte erstrecken. Nach Möglichkeit führen wir diesen Eingriff minimalinvasiv (laparoskopisch) durch. Bei diesem schonenden Verfahren genügen vier Zugänge von je fünf bis zwölf Millimetern Durchmesser statt des langen Bauchschnitts der konventionellen, offenen Operation. Bei unseren Patientinnen können wir das entfernte Gewebe (Resektat) durch die Scheide bergen, sodass wir den Betroffenen eine größere Verletzung der Bauchdecke und entsprechende Narben ersparen.

Wenn Ihr Genesungsprozess gut verläuft, ist eine Entlassung nach einer Woche möglich.

Mehr über unsere diagnostischen Möglichkeiten bei dem Verdacht auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse erfahren Sie hier.