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Darmkrebszentrum am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg

Darmkrebszentrum am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg – Zertifizierte Behandlung bei Darmkrebs

Darmkrebs (Kolorektalkarzinom) gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland – und zu den am besten behandelbaren, wenn er frühzeitig erkannt wird. Jährlich erhalten rund 60.000 Menschen diese Diagnose. Eine Nachricht, die Fragen aufwirft und Orientierung benötigt.

Am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg begleiten wir Sie – zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) – von der präzisen Diagnose über eine individuell abgestimmte Therapie bis zur Nachsorge. Patienten aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und dem gesamten norddeutschen Raum finden hier spezialisierte Expertise unter einem Dach.

Darmkrebs – Was steckt hinter der Erkrankung?

Darmkrebs entsteht meist über viele Jahre aus zunächst gutartigen Schleimhautwucherungen (Polypen) im Dick- oder Enddarm. Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Mehr als 90 Prozent der Fälle treten nach dem 50. Lebensjahr auf. Bei etwa einem Viertel der Betroffenen wird eine erbliche Veranlagung vermutet. Auch langjährige entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa können das Risiko erhöhen.

Mögliche Warnsignale bei Darmkrebs

Darmkrebs verursacht im Frühstadium oft keinerlei Beschwerden. Umso wichtiger ist die regelmäßige Vorsorge (Darmspiegelung ab 50 Jahren). Symptome, die ärztlich abgeklärt werden sollten:

  • Blut im Stuhl (rote oder schwarze Färbung)
  • veränderte Stuhlgewohnheiten, die länger als zwei Wochen anhalten
  • anhaltende Bauchschmerzen, Krämpfe oder Blähungen
  • unerklärlicher Gewichtsverlust, Blässe oder anhaltende Müdigkeit
  • tastbare Verhärtung im Bauchraum oder vergrößerte Lymphknoten

Diagnose von Darmkrebs – Präzise, individuell, interdisziplinär

Bei vielen Patienten, die zu uns kommen, ist die Erkrankung schon zuvor außerhalb des Krankenhauses festgestellt worden. Bei anderen Patienten beginnt die Diagnose bei uns, häufig im Rahmen einer Dickdarmspiegelung (Koloskopie), die als effektivste Methode zur Erkennung von Tumoren und Polypen gilt. In vielen Fällen können wir dabei gleichzeitig mit der Behandlung beginnen.

Bei bösartigen Befunden ergänzen wir die endoskopische Diagnostik durch:

Alle Befunde werden in unserer wöchentlichen interdisziplinären Tumorkonferenz unter Beteiligung von Chirurgen, Onkologen, Strahlentherapeuten, Pathologen, Internisten und Radiologen besprochen. Das Ergebnis ist ein individuell auf Sie abgestimmter Behandlungsplan.

Angebot für Ärzte

Wir laden Sie herzlich dazu ein, Ihren Patienten in unserer Tumorkonferenz vorzustellen. Hier werden individuell maßgeschneiderte Behandlungspläne abgestimmt, um eine bestmögliche Therapieempfehlung zu geben.

Behandlung von Darmkrebs – Vom Frühstadium bis zur komplexen Erkrankung

Unsere Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach Ihrem individuellen Befund, dem Tumorstadium und Ihrer persönlichen Situation. Das Spektrum reicht vom minimalinvasiven Eingriff bis zur komplexen onkologischen Therapie:

Endoskopische Behandlung (Frühstadium)

Im Frühstadium erkannter Darmkrebs oder hochgradige Adenome können endoskopisch entfernen werden – ohne offene Operationen, schonend unter vollständigem Erhalt des Darmes und mit exzellenten Heilungsaussichten.

Mehr Informationen zu unserer Endoskopie und den diagnostischen Möglichkeiten finden Sie hier.

Chirurgische Behandlung von Dickdarmkrebs

Größere Dickdarmtumore werden durch eine Operation entfernt, fast immer robotisch oder zumindest minimal-invasiv, je nach Befund und Situation. Wir führen jährlich mehr als 500 Operationen am Dickdarm durch.  Im Hamburger Krebsregister belegt das Israelitische Krankenhaus dabei regelmäßig Spitzenpositionen bei den Langzeitheilungsraten.

Mehr zur Chirurgischen Klinik und den Möglichkeiten roboterassistierter Eingriffe erfahren Sie hier.

Behandlung von Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom)

Der Mastdarmkrebs erfordert aufgrund seiner Lage im engen Beckenraum besondere Expertise. Der Eingriff erfolgt fast immer robotisch assistiert (oder minimal-invasiv). Bei fortgeschrittenen Stadien wird vor der Operation eine vorbereitende (neoadjuvante) Behandlung mit Chemo- und Strahlentherapie durchgeführt, um den Tumor zu verkleinern und den natürlichen Darmausgang möglichst zu erhalten. Die Strahlentherapie erfolgt in enger Kooperation mit dem Strahlentherapiezentrum des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE).

Adjuvante Chemotherapie und zielgerichtete Therapie

Wenn nach der Operation ein Tumorbefall der Lymphknoten vorliegt oder das Risikoprofil eine weitere Behandlung erfordert, empfehlen wir eine adjuvante Chemotherapie. Bei bestimmten Tumormerkmalen (etwa MSI-H/dMMR-Status oder KRAS/BRAF-Mutationen) kommen zielgerichtete Therapien (Antikörper, Kinasehemmer) oder Immuntherapien zum Einsatz.

Behandlung von Lebermetastasen und Fernmetastasen

Auch wenn der Tumor bereits die Leber (oder Lunge) befallen hat, können wir eine Behandlung mit der Chance auf Heilung oder langfristige Besserung anbieten. Unsere Chirurgische Klinik führt jährlich mehr als 30 Leberteilentfernungen durch. Ergänzend steht die Radiofrequenztherapie (RFA) zur Verfügung: ein gezieltes Überhitzen von Tumorgewebe durch Strom – ohne Operation.

Palliative Behandlung

Wenn Heilung nicht mehr das Ziel sein kann, steht die Lebensqualität im Mittelpunkt. Unser Palliativteam begleitet Sie mit Chemotherapie, Antikörpertherapien und lindernden Maßnahmen (palliative Chemotherapie) einfühlsam und engmaschig. Diese können ergänzt werden durch endoskopische Verfahren, zum Beispiel das Setzen einer Darmstütze aus Metallgeflecht (Stent) zur Behandlung einer durch den Tumor verursachten Engstelle.

Ganzheitliche Begleitung

Eine Krebserkrankung betrifft den ganzen Menschen. Deshalb lindern wir Ihre durch einen Dickdarmtumor und/oder dessen Behandlung ausgelösten Beschwerden mit unterstützenden Maßnahmen:

Nachsorge nach Darmkrebs – langfristig gut begleitet

Eine strukturierte Nachsorge ist entscheidend für die frühzeitige Erkennung eines Krankheitsrückfalls (Rezidiv) und die langfristige Lebensqualität. Im Darmkrebszentrum am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg begleiten wir Sie auch nach abgeschlossener Behandlung:

  • Leitlinienorientierte ambulante Nachsorge mit Empfehlungen zu körperlichen Untersuchungen, Anamnese, Blutbild inkl. Tumormarker, Koloskopien und bildgebende Verfahren
  • Persönliche Begleitung und Unterstützung durch unsere onkologischen Pflegeexpertinnen – Ihre zentralen Ansprechpartnerinnen von der Diagnosestellung bis zum Abschluss des fünfjährigen Nachsorgezeitraums
  • Beratung bei Metastasen oder einem Rezidiv – auch nach ambulanter Erstversorgung andernorts
  • Anbindung an Selbsthilfeangebote und psychosoziale Unterstützung

Warum ein zertifiziertes Darmkrebszentrum? – Qualität, die messbar ist

Das Darmkrebszentrum des Israelitischen Krankenhauses Hamburg ist seit Juni 2021 von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) über OnkoZert zertifiziert. Bei jedem Audit werden nicht nur Fallzahlen geprüft, sondern auch die Qualitätsstandards aller Behandlungsschritte – von der Diagnose bis zur Nachsorge.

Eine vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geförderte Studie (WiZen) zeigt: Patienten in zertifizierten onkologischen Zentren haben deutlich bessere Überlebenschancen als in nicht-zertifizierten Einrichtungen. Unser Behandlungskonzept folgt konsequent den aktuellen, evidenzbasierten Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft.

Die Auswertung durch das Hamburgische Krebsregister bestätigt: Am Israelitischen Krankenhaus werden außergewöhnlich gute Behandlungsergebnisse erzielt – mit überdurchschnittlichen Fünf-Jahres-Überlebensraten.

Weiterführende Informationen:

Tumorsprechstunde und Zweitmeinung (TOUCH)

In unserer Tumor- und Zweitmeinungssprechstunde (TOUCH – Tumor Chirurgie und Organisation) nehmen wir uns in einem geschützten, freundlichen Umfeld bewusst Zeit für Ihre Fragen und Sorgen. Ob Sie eine Erstdiagnose erhalten haben oder eine zweite Meinung suchen: Wir sind für Sie da. TOUCH steht Ihnen auch offen, wenn Sie bereits andernorts behandelt werden und eine Einschätzung des weiteren Vorgehens wünschen.

Kontakt Darmkrebszentrum am Israelitischen Krankenhaus

Häufige Fragen zum Bauchspeicheldrüsenkrebszentrum (FAQ)

Ja – besonders wenn er früh erkannt wird. In frühen Stadien liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent. Auch bei fortgeschrittenen Erkrankungen oder Metastasen bestehen in vielen Fällen realistische Behandlungsoptionen mit dem Ziel der Heilung oder langfristigen Verbesserung.

Beide sind Formen des Darmkrebses (Kolorektalkarzinom), unterscheiden sich jedoch in ihrer anatomischen Lage: Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) betrifft den Dickdarm, Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) den letzten Darmabschnitt vor dem Darmausgang. Wegen der engen Lage im Becken erfordert der Enddarmkrebs häufig eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie vor der Operation. Am Israelitischen Krankenhaus behandeln wir beide Formen mit ausgewiesener Expertise.

Ja, und wir begrüßen das ausdrücklich. Unsere TOUCH-Sprechstunde steht auch für Zweitmeinungen offen – ohne Überweisung, mit ausreichend Zeit für Ihre Fragen. Bringen Sie Ihre Befunde und Vorbefunde mit.

Selbstverständlich steht das Darmkrebszentrum des Israelitischen Krankenhauses allen Patienten offen, unabhängig von ihrem Wohnort.

Zertifizierte Zentren behandeln nach nachgewiesenen Qualitätsstandards: regelmäßige externe Audits, Mindestfallzahlen, interdisziplinäre Tumorkonferenz und strukturierte Nachsorge. Die WiZen-Studie (gefördert vom G-BA) belegt, dass Patienten in DKG-zertifizierten Zentren deutlich bessere Überlebenschancen haben.

Nach dem ersten Kontakt (persönlich, telefonisch oder über die Online-Terminbuchung) erfolgt eine umfassende Diagnostik. Anschließend wird Ihr Fall in der wöchentlichen Tumorkonferenz besprochen und ein individueller Behandlungsplan erstellt. Vom ersten Tag der stationären Behandlung begleitet Sie unsere Zentrumsassistentin persönlich.

Ja. In der Tumorkonferenz prüfen wir für jeden Patienten individuell, ob eine Teilnahme an einer Therapiestudie infrage kommt. So erhalten Betroffene frühzeitig Zugang zu innovativen Behandlungsansätzen – in Kooperation mit dem Norddeutschen Studienzentrum für Innovative Onkologie.

Mehr über unser Viszeralonkologisches Zentrum erfahren Sie hier.