Endoskopische und perkutane Untersuchungen u. a. ERCP - Israelitisches Krankenhaus Hamburg
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Endoskopische und perkutane Untersuchungen u. a. ERCP

Behandlungen der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege durch Endoskopie (ERCP) oder von außen (PTD)

Bauchspeicheldrüse und Gallenwege liegen in der Tiefe des Körpers und sind teilweise für eine Ultraschalluntersuchung von außen nur eingeschränkt darstellbar.

Die Magnetresonanztomografie (MRT) und orale Endosonografie (EUS) sind in besonderer Weise zur Darstellung von Veränderungen an diesen Organen geeignet. Beide wenig belastende Verfahren werden mit großer Erfahrung am Israelitischen Krankenhaus angewendet. Durch die Endosonografie können insbesondere kleine und frühe Veränderungen gefunden und für die Behandlungsplanung charakterisiert werden. Unsere Fachärzte führen pro Jahr 1000 dieser spezialisierten Untersuchungen durch.

Eine Reihe von Erkrankungen an Bauchspeicheldrüse und Gallenwegen können ohne Operation behandelt werden:

Das Standardverfahren der endoskopischen Therapie ist die ERCP (endoskopische, retrograde Cholangiopankreatographie). Hierbei wird während einer Spiegelung des Zwölffingerdarms eine Sonde über die gemeinsame Einmündungsstelle (Majorpapille) in Gallen- und/oder Bauchspeicheldrüsengangsystem geführt, Veränderungen mittels Kontrastmittel unter Röntgen-Durchleuchtung dargestellt und entsprechend dieser Befunde eine Behandlung durchgeführt:

  • Erweiterung der Einmündungsstelle durch einen Schnitt (Papillotomie), zum Beispiel zur Erleichterung einer Steinentfernung aus Gallengang oder Bauchspeicheldrüsengang mittels Körbchen oder Ballon
  • Einlegen eines Stents, um eine Enge zu überbrücken und so den natürlichen Sekretfluss wieder zu gewährleisten (Stents sind entweder Kunststoffröhrchen von wenigen Millimetern Durchmesser oder Metallgeflechte, die ähnlich dem Vorgehen am Herzen im Bereich einer Engstelle freigesetzt werden und bis zu einem Zentimeter Durchmesser erreichen)

Bei einigen Patienten ist ein Zugang zu den Gallenwegen, etwa nach einer Operation, nicht mehr durch eine Spiegelung möglich. Auch bei diesen Patienten kann eine Operation vermieden werden, indem gezielt die Gallenwege von außen punktiert und eine Drainage bis in den Darm den für die Verdauung und die Entgiftung wichtigen Gallefluss sichert. Dieses Verfahren nennt sich perkutane transhepatische Drainage (PTD).

Mit ca. 400 ERCP/PTD pro Jahr gewährleisten unser Spezialisten in der Endoskopie diese wichtigen nicht-operativen Behandlungsmöglichkeiten gerade auch bei Patienten mit Tumorerkrankungen.

Falls sich infolge einer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) eine Zyste entwickelt oder erkranktes Gewebe abstirbt (Pankreasnekrose) und sich mit Bakterien infiziert, können wir im Rahmen einer Spiegelung diese entzündlichen Sekrete in Magen oder Zwölffingerdarm ableiten. Eine solche transgastrale/transduodenale Zystendrainage und Nekroseausräumung ermöglicht meist umgehend eine Besserung und Ausheilung ohne belastende und risikoreichere Operation. Dieses Verfahren setzt eine hohe Fachkompetenz und Erfahrung in Endosonografie und ERCP voraus, sodass es außer am Israelitischen Krankenhaus nur an wenigen weiteren Zentren etabliert ist.


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