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Endoskopische und perkutane Untersuchungen an Gallenwegen und Bauchspeicheldr체se (ERCP, PTCD, PTD, transgastrale und transduodenale Zystendrainage, endoskopische Ausr채umung von Pankreasnekrose)

Die Gangsysteme der Bauchspeicheldr체se und der Gallenwege sind heute zu diagnostischen Zwecken oft durch die Kernspintomographie oder die wenig invasive Endosonographie gut untersuchbar. In ausgew채hlten F채llen diagnostisch, insbesondere jedoch zur gezielten Behandlung, ist ein direkter Zugang notwendig. Dies geschieht typischerweise durch eine Endoskopie mit einem spezialisierten Instrument vom Duodenum aus (ERCP). Hier m체nden Bauchspeicheldr체sen- und Gallengang in die Majorpapille, die mit feinen Kathetern sondiert wird. Durch Injektion von Kontrastmittel in den Gang kann eine Erkrankung radiologisch und gegebenenfalls durch Probenentnahme gesichert werden (zum Beispiel Steine im Gallengang oder Einengungen durch Tumoren). Unmittelbar anschlie횩end erfolgt die endoskopische Therapie, zum Beispiel mit Erweiterung der Papille und Entfernung von Steinen mit einem K철rbchen oder auch Platzierung einer Prothese zur Gew채hrleistung des Galleabflusses bei Tumorleiden (jeweils in mehr als 90 % w채hrend der ersten Endoskopie m철glich).

In seltenen F채llen, insbesondere bei Tumoren, ist ein Zugang zu den Gallenwegen vom Zw철lffingerdarm aus nicht m철glich. Bei fast all diesen Patienten k철nnen wir aber durch einen radiologisch und sonographisch unterst체tzten Zugang von der Haut in der rechten Flanke eine Diagnose und insbesondere auch eine Therapie erm철glichen (PTCD, PTD). Auch diesen Eingriff durch die Haut f체hren wir nat체rlich schmerzfrei durch.

Im Rahmen einer Bauchspeicheldr체senentz체ndung (Pankreatitis) kann es zu Zystenbildung und Gewebsuntergang (Nekrose) kommen, die Beschwerden machen oder bakteriell infiziert sein k철nnen. Die unmittelbare Nachbarschaft zu Magen und Zw철lffingerdarm erm철glicht es in diesen Situationen, in einem im Vergleich mit einer Operation sehr schonenden Vorgehen endoskopisch Fl체ssigkeiten in Magen oder Zw철lffingerdarm abzuleiten und totes Gewebe zu entfernen (transgastrale/transduodenale Zystendrainage und Nekrosektomie). Aufgrund der notwendigen Expertise in Endosonographie und ERCP ist dieses Verfahren au횩er am Israelitischen Krankenhaus nur an wenigen weiteren Zentren etabliert.

Die oben aufgef체hrten Verfahren werden im Israelitischen Krankenhaus mehr als 300 Mal pro Jahr angewendet.

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