Leistenbruch und andere Brüche – Israelitisches Krankenhaus Hamburg
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Leistenbruch und andere Brüche

Leistenbruch und andere Brüche der Bauchwand

Wir operieren in der Chirurgischen Klinik am Israelitischen Krankenhaus pro Jahr annähernd 1.500 Patienten mit einem Bauchwandbruch (Hernie). Damit zählt unsere Klinik bundesweit zu den Zentren mit der größten Erfahrung – und Jahr für Jahr wenden sich mehr Betroffene an uns. Die meisten Eingriffe betreffen Patienten mit einem Leistenbruch (800 – 900). Daneben stehen wir Ihnen auch bei folgenden weiteren Hernien zur Verfügung:

  • Nabelbruch
  • epigastrische Hernie (Bruch an der Mittellinie oberhalb des Nabels)
  • Narbenbruch

Ein Bauchwandbruch bedeutet, dass Gewebe und/oder Organe aus der Bauchhöhle durch eine Lücke in der Bauchdecke nach außen gelangen. Begünstigt wird das durch den erhöhten Druck im Bauchraum. Besonders anfällig für einen solchen Bruch sind folgende Schwachstellen:

  • Leisten
  • Nabel
  • Mittellinie oberhalb des Nabels (epigastrische Hernie)
  • Operationsnarben

Therapie

Die Operationstechnik passen wir der Art des Bruches und Ihren individuellen Voraussetzungen an. Grundsätzlich streben wir einen Verschluss der Bruchlücke mit möglichst geringer Gewebeverletzung an. Das bedeutet bei Leistenbrüchen eher ein Vorgehen in minimalinvasiver Technik (laparoskopisch) mit einem Bruchlückenverschluss vom Bauchraum und damit von der Innenseite der Bauchdecke her. Bei anderen Brüchen bevorzugen wir die direkte Freilegung des Bruchs von außen.

Leistenbruch

Bei einem Leistenbruch genügen uns ein zehn Millimeter sowie zwei je fünf Millimeter lange Hautschnitte. Wir legen den Bruch von innen frei und decken die Bruchpforte mit einem allseits breit überlappenden Kunststoffnetz ab. Diese Technik können wir ohne weiteren Aufwand bei Bedarf auch beidseitig anwenden. Wir bieten Ihnen dieses Verfahren an, da es nach unserer Erfahrung besonders geringe Schmerzen und ein verlässliches Ergebnis erzeugt.

Nabelbruch und epigastrische Hernie

Wenn Ihr Nabelbruch Ihnen Beschwerden bereitet oder größer wird, so sollte er operativ versorgt werden. Je kleiner Ihr Bruch, desto größer ist die Chance, dass wir Sie ambulant mit örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) operieren können. Ist Ihr Nabelbruch bereits größer, so empfehlen wir Ihnen eine stationäre Aufnahme und führen den Eingriff in Vollnarkose durch. Ähnliches gilt, wenn Sie unter einer epigastrischen Hernie (Bruch an der Mittellinie oberhalb des Nabels) leiden sollten. Bei einem Nabelbruch raten wir vom Einsatz minimalinvasiver Techniken ab, weil es für Sie in diesem Fall schonender ist, den Bruch mithilfe eines direkten Schnitts freizulegen.

Narbenbruch

Ein Narbenbruch kann sich im Bereich einer Operationsnarbe bilden. Die haltende Schicht der Bauchdecke ist auseinandergewichen. Aufgrund der Voroperation liegen häufig Verwachsungen im Bauch vor. Eine Operation kann durchaus aufwendig sein. Dabei legen wir zunächst die Schichten der Bauchdecke frei und verlagern das durch die Bruchpforte ausgetretene Gewebe zurück in den Bauch. Die im Bruchbereich zurückgewichene haltende Schicht verschließen wir per Naht und stabilisieren sie mit einem allseits breit überlappenden Kunststoffnetz, das wir rundum auf der Unterfläche fixieren.