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Update kolorektales Karzinom

Frühjahrs-Symposium am Israelitischen Krankenhaus Hamburg

Hamburg, den 11.04.2025

Frühjahrs-Symposium am Israelitischen Krankenhaus

Fachvorträge, praxisnahe Fallbeispiele und ein Blick in die Zukunft der Behandlung von Krebs in Dickdarm und Enddarm: Beim Frühjahrs-Symposium „Update kolorektales Karzinom“ am 9. April 2025 trafen sich rund 70 Fachärztinnen und Fachärzte am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg (IKH), um neueste Erkenntnisse zur Behandlung einer der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland zu diskutieren.

Im Fokus des Frühjahrssymposiums standen moderne, multimodale Therapiekonzepte, die – selbst bei fortgeschrittenen Tumorstadien – eine Heilung ermöglichen können, in ausgewählten Fällen sogar organerhaltend und ohne chirurgischen Eingriff. Die Referentinnen und Referenten beleuchteten sowohl etablierte Behandlungsstandards als auch innovative Ansätze.

Ein besonderer Fokus lag auf der Vorstellung der interdisziplinären Zusammenarbeit im Tumorboard – der Fallkonferenz als zentraler Baustein erfolgreicher Onkologie. „Das Tumorboard vereint Expertise aus verschiedenen Fachrichtungen und ermöglicht eine gemeinsame Bewertung der Befunde, um die individuell bestmögliche Therapie festzulegen“, betonte Dr. Ulrich Rosien, Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums (Gastroenterologie) am IKH. Die vorgeführte Fallbesprechung gab praxisnahe Einblicke in die Entscheidungsprozesse der komplexen Behandlungsverläufe.

Neben Strategien zur Früherkennung und minimalinvasiven Verfahren diskutierten die Experten Prof. Dr. Alexander Arlt, Chefarzt der Medizinischen Klinik am IKH, und Prof. Dr. med. Alexander Stein, Facharzt der Hämatologisch-Onkologische Praxis Eppendorf, auch über zukunftsweisende Therapiekonzepte wie die totale neoadjuvante Therapie (TNT) – ein vielversprechender Ansatz, der unter bestimmten Voraussetzungen eine Operation ersetzen kann.

Dr. Michael Greiwe, leitender Oberarzt der Chirurgie am IKH, stellte abschließend etablierte sowie neue chirurgische Verfahren beim Rektumkarzinom vor. Denn: Trotz medizinischer Fortschritte bleibt die chirurgische Therapie ein zentraler Bestandteil der kurativen Behandlung.

Wir danken allen Referent*innen, Industriepartnern und Teilnehmer*innen für den wertvollen Austausch.