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Israelitisches Krankenhaus Hamburg: fünf Empfehlungen durch die Deutsche Krebsgesellschaft

Hamburg, den 03.12.2024

Erstzertifizierung für Analkarzinom erfolgreich abgeschlossen

Das Israelitische Krankenhaus in Hamburg setzt auf hohe Maßstäbe in der onkologischen Versorgung. Das Viszeralonkologische Zentrum der Klinik wurde im Juni erstmals für die Behandlung von Analkrebs zertifiziert und gehört damit zu einer von nur zehn Einrichtungen in Deutschland mit dieser Spezialisierung.

Im Juni hat das Viszeralonkologische Zentrum am Israelitischen Krankenhaus in Hamburg unter der Leitung von Dr. Ulrich Rosien und Professor Jan-Hendrik Egberts das Überwachungsaudit der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) für die Tumorarten Darm-, Bauchspeicheldrüse-, Magen- und Speiseröhrenkrebs erfolgreich bestanden. Zusätzlich wurde die Klinik erstmals für die hochspezialisierte Behandlung von Analkrebs empfohlen. Damit bietet das Zentrum ein umfassendes Behandlungsangebot für fünf Tumorarten, das den hohen Qualitätsrichtlinien der DKG entspricht. „Mit der Zertifizierung für Analkarzinome stärken wir unser Behandlungsangebot für Patient*innen mit seltenen Tumorerkrankungen“, kommentiert Marcus Jahn, Geschäftsführer des Krankenhauses. „Die Auszeichnung zeigt, dass wir auch bei seltenen Tumorarten auf eine ganzheitliche, patientenzentrierte Versorgung setzen – getragen von einem erfahrenen Expertenteam und modernster OP-Technik“, ergänzt Professor Jan-Hendrik Egberts, Chefarzt der Chirurgie.

Ganzheitliche Betreuung durch interdisziplinäre Teams

Die Behandlung komplexer Tumorerkrankungen erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Das Viszeralonkologische Zentrum des Israelitischen Krankenhauses vereint Spezialist*innen aus verschiedenen Disziplinen wie Onkologie, Strahlentherapie, Chirurgie und Gastroenterologie, die durch ein Netzwerk aus onkologischen Pflegekräften, Ernährungsberaterinnen, einem Sozialdienst sowie kooperierenden Praxen unterstützt werden. Gemeinsam entwickeln sie individuelle Behandlungspläne, die eine ganzheitliche Betreuung gewährleisten – von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge.

Mit Blick auf die Behandlung von Kolon- und Rektumkarzinome nimmt das Israelitische Krankenhaus eine Spitzenposition in Deutschland ein. Laut dem aktuellen Bericht der DKG (2022) liegt die Klinik bei den Erstbehandlungsfällen bundesweit an der Spitze der zertifizierten Zentren.

Mit dem nun neu erteilten Zertifikat für Analkrebs unterstreicht das Israelitische Krankenhaus seine Expertise in der Behandlung von Tumoren des Verdauungstraktes. „Seltene Tumorerkrankungen wie das Analkarzinom stellen besondere Anforderungen an die interdisziplinäre Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Ulrich Rosien, Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums und der Endoskopie. „Bei der in der Regel ambulanten Betreuung dieser Patient*innen ist eine gute und strukturierte Zusammenarbeit der beteiligten Kooperationspartner auf höchstem Niveau wesentlich.“

Kontinuierliche Qualitätssicherung durch regelmäßige Audits

Durch regelmäßige Überwachungs- und Rezertifizierungsaudits stellt die Deutsche Krebsgesellschaft sicher, dass zertifizierte Krebszentren ihren hohen Qualitätsansprüchen in der onkologischen Versorgung gerecht werden. In ihrem Abschlussbericht hoben die Auditoren von OnkoZert hervor: „Im Israelitischen Krankenhaus Hamburg wird eine sehr hohe Anzahl onkologischer Patient*innen behandelt, deren Behandlungspfade hochstandardisiert und evidenzbasiert sind. Besonders hervorzuheben ist die umfassende Qualitätskontrolle und Dokumentation, mit der die Klinik ihre bereits exzellente Versorgung stetig verbessert.“

Im Rahmen der Audits wird umfassend überprüft, ob die medizinische Versorgung, technische Ausstattung und die gesamte Struktur des Zentrums den aktuellen wissenschaftlichen Standards und Leitlinien entsprechen. Dabei werden auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Einhaltung der Behandlungsleitlinien sowie die patientenorientierte Kommunikation und Dokumentation evaluiert.

Für weitere Informationen zum Viszeralonkologischen Zentrum am Israelitischen Krankenhaus wenden Sie sich bitte an: Dr. Ulrich Rosien und Prof. Dr. Jan-Hendrik Egberts unter voz@ik-h.de.

Foto: v.l. Professor Dr. Jan-Hendrik Egberts, Dr. Ulrich Rosien