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Herbst-Symposium am Israelitischen Krankenhaus

Hamburg, den 21.11.2024

Therapie und Fortschritte bei Funktionsstörungen des oberen Gastrointestinaltrakts

Herbst-Symposium am Israelitischen Krankenhaus

Das Israelitische Krankenhaus in Hamburg (IKH) war am 20. November 2024 Gastgeber des Herbst-Symposiums mit dem Thema „Diagnostik, interventionelle und chirurgische Therapie bei Funktionsstörungen des oberen Verdauungstrakts“. Fachärztinnen und Fachärzte kamen zusammen, um innovative Ansätze zur Diagnostik und Therapie von Beschwerden wie Schluckstörungen, Sodbrennen, Völlegefühl und Erbrechen zu diskutieren.

Etwa 10 % der Bevölkerung leiden an Sodbrennen, etwa 6 % an Dysphagie und rund 1 % zeigen Symptome einer Magenentleerungsstörung. Wie können in dieser großen Patientengruppe diejenigen identifiziert werden, die an definierten Funktionsstörungen des oberen Gastrointestinaltrakts leiden und gezielt behandelt werden können? Diese zentrale Frage stand im Fokus des Herbst-Symposiums im Israelitischen Krankenhaus am 20. November.

Priv.-Doz. Dr. Jutta Keller, Leiterin der Funktionsdiagnostik am Israelitischen Krankenhaus, eröffnete die Veranstaltung mit einem umfassenden Überblick über die physiologischen Mechanismen und aktuellen pathophysiologischen Erkenntnisse zu diesen Beschwerden. Weiter führte sie aus, wie das von ihr etablierte Funktionslabor als Referenzzentrum für Erkrankungen des Verdauungstrakts wegweisende Diagnostik ermöglicht und gab wertvolle Einblicke in moderne diagnostische Methoden.

Anhand praxisnaher Fallbeispiele wurden im Anschluss die diagnostischen Schritte im Israelitischen Krankenhaus aufgezeigt, die Patientinnen und Patienten bis zur Diagnosestellung durchlaufen. Vorgestellt wurden auch die innovativen Verfahren, die eingesetzt werden, sowie die vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten – von interventionellen Eingriffen bis hin zu chirurgischen Lösungen.

„Die vielfältigen Fallvorstellungen verdeutlichen die Komplexität der einzelnen Beschwerden und unterstreichen die zentrale Bedeutung einer präzisen Anamnese“, verdeutlicht Dr. Stefan Michaelis, Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie am IKH. Dr. Jascha Alexa Kolbe, Funktionsoberärztin der Chirurgischen Klinik am IKH, ergänzt: „Die wachsende Komplexität in der Versorgung betont die zentrale Bedeutung unserer interdisziplinären Zusammenarbeit. Dadurch können wir individuell abgestimmte Behandlungspläne, die konservative, interventionelle und operative Ansätze gezielt kombinieren, entwickeln.“

Ein besonderer Dank gilt den engagierten Oberärztinnen und Oberärzten des Israelitischen Krankenhauses, die mit ihren Vorträgen das Programm bereicherten, sowie den Industriepartnern für ihre Unterstützung. Die lebhaften Diskussionen und der interdisziplinäre Austausch unter den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterstrichen den Erfolg der Veranstaltung.