Magenkrebs / Magenkarzinom – Israelitisches Krankenhaus Hamburg
040 51125-0 info@ik-h.de

Magenkrebs / Magenkarzinom

Magenkrebs/Magenkarzinom

Je früher ein mögliches Magenkarzinom (Magenkrebs: bösartige Erkrankung der Magenschleimhaut) erkannt und gezielt behandelt wird, desto größer sind die Heilungschancen – und desto kleiner gestaltet sich ein möglicherweise erforderlicher chirurgischer Eingriff.

Die klinischen Zeichen eines Magenkarzinoms sind unspezifisch:

  • Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Schmerzen
  • Schwäche

Risikofaktoren können die Entwicklung eines Magenkarzinoms begünstigen:

  • Ernährung mit gepökeltem oder geräuchertem Fleisch
  • Mangel an Vitamin A und C
  • chronische Magenschleimhautentzündung mit Atrophie (Untergang) der Funktionszellen
  • Infektion (Entzündung) der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori

Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn in der Familie bereits Magenkrebs aufgetreten ist.

Die international renommierten Spezialisten für Erkrankungen des Verdauungssystems am Israelitischen Krankenhaus verfügen über modernste diagnostische Verfahren, um eine mögliche Krebserkrankung des Magens in einem sehr frühen Stadium sicher zu erkennen und eine gezielte Behandlung einzuleiten. Durch eine (schmerzlose) Magenspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben sichern wir die Diagnose.

Für die Planung der Behandlung ist eine genaue Bestimmung der Erkrankungsausbreitung notwendig (sogenannte Staging-Untersuchungen):

  • Endosonografie (besonders genaues Ultraschallverfahren, bei dem eine Spezialsonde mit einem Schallkopf in die Speiseröhre eingeführt wird)
  • Sonografie des Bauchraums (Ultraschall)
  • Computertomografie (CT)

Die Ergebnisse werden in der Tumorkonferenz, in der Experten aller Fachrichtungen zusammenkommen, bewertet und die individuell bestmögliche Behandlung in Abstimmung mit den Patientenwünschen festgelegt.

Wenn die Erkrankung in einem sehr frühen Stadium erkannt wurde, können unsere endoskopischen Spezialisten den Tumor durch eine schonende Endoskopie entfernen. Wir verfügen über mehr als zehn Jahre Erfahrung mit den Methoden:

  • Mukosektomie (EMR: Abtragen eines auffälligen Schleimhautabschnitts mithilfe einer Elektroschlinge)
  • Submukosadissektion (ESD: Verfahren, bei dem verändertes Gewebe mit einer Flüssigkeit unterspritzt wird und komplett aus dem Unterhautfettgewebe abgehoben und entfernt werden kann)

Ist die Erkrankung fortgeschrittener, aber noch auf den Magen beschränkt, werden der tumortragende Magen und die Lymphknoten der Umgebung durch eine Operation in der Chirurgischen Klinik entfernt, die hierfür eine der größten und erfahrensten Fachabteilungen Deutschlands ist.

Bei Tumoren, die die Organgrenzen überschreiten oder Absiedlungen in Lymphknoten gesetzt haben, werden wir zunächst eine Chemotherapie zur Vorbehandlung mit anschließender Operation empfehlen. Die Heilungsergebnisse in dieser Situation sind ebenfalls von der Qualität der Chirurgischen Klinik geprägt und liegen 30 bis 40 Prozent über dem Durchschnitt.

Hat der Tumor bereits weitere Organe befallen, sind heute wirksame und verträgliche Chemotherapien, im Einzelfall auch eine Operation sinnvoll.

Unsere qualifizierten Ernährungstherapeuten am Israelitischen Krankenhaus begleiten Sie auf Wunsch in jedem Stadium Ihrer Erkrankung mit individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Diätkonzepten, die Sie auch zu Hause weiterführen können und die wesentlich zum Behandlungserfolg beitragen. Gern unterstützt unsere erfahrene Psychotherapeutin Sie bei der Verarbeitung der seelischen Belastungen infolge Ihrer schweren Erkrankung.

Besonders wichtig ist uns neben Ihrer kompetenten medizinischen Behandlung Ihre fürsorgliche Betreuung. Dafür garantieren unsere Mitarbeiter in allen Abteilungen, die für ihre einfühlsame Zuwendung von unseren Patienten sehr geschätzt werden.