Chronische intestinale Pseudoobstruktion - Israelitisches Krankenhaus Hamburg
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Chronische intestinale Pseudoobstruktion

Chronische intestinale Pseudoobstruktion (CIPO)

Bei dieser schweren, chronischen Erkrankung sind die Motilitätsmuster des Dünndarms so stark gestört, dass der Darminhalt (phasenweise) nicht oder kaum transportiert wird und Beschwerden wie bei einem Darmverschluss entstehen. Dabei handelt es sich um:

  • heftige Bauchschmerzen
  • Stuhl- und Darmluftverhalt
  • stark geblähter Bauch
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Die Erkrankung beruht auf einer schweren Störung der Darmmuskulatur oder der den Darm versorgenden Nerven. Die Diagnose wird meist erst nach Jahren gestellt.

Am Israelitischen Krankenhaus bieten wir alle für die sorgfältige Untersuchung von Motilitätsstörungen erforderlichen Verfahren, darunter auch sehr aufwändige, die es deutschlandweit nur an wenigen Kliniken gibt. Ziel der Diagnostik ist es zu klären, welche Abschnitte des Magen-Darm-Traktes betroffen sind, wie schwer die Störung ist und welche Art von Störung besteht. Für Patienten mit Verdacht auf chronische intestinale Pseudoobstruktion kommen unter anderem die folgenden Tests in Frage:

Grundlage der Therapie ist eine Anpassung der Diät, die es dem Darm erleichtern soll, Nahrung zu verwerten und den Speisebrei zu transportieren. Zusätzlich werden Medikamente eingesetzt, die die Darmtätigkeit regulieren sollen. Wegen der Schwere der Erkrankung sprechen die Patienten oft nur auf die kombinierte und/oder hochdosierte Gabe solcher Medikamente an.

Bei schwer betroffenen Patienten kann die Ernährung mit Sondenkost oder auch die (unterstützende) parenterale Ernährung (Ernährung über die Vene) erforderlich sein. Wird in sehr seltenen Einzelfällen auch diese Form der Ernährung auf Dauer nicht vertragen, nehmen wir Kontakt mit einem Transplantationszentrum auf, um die Möglichkeit der Dünndarmtransplantation zu klären.