
Forschung
Traditionell fühlt sich das Israelitische Krankenhaus einer hochmodernen, leistungsfähigen Medizin verpflichtet. Dieser Anspruch erfordert die Bereitschaft, auch wissenschaftlich die Tätigkeit am/mit dem Patienten zu begleiten. So entstand aus dem Behandlungsschwerpunkt bösartiger Erkrankungen die Mitbegründung und intensive Kooperation mit INDIVUMED, einem Forschungsinstitut, das u. a. die individualisierte Behandlung von Tumorpatienten als Ziel einer molekularen Grundlagenforschung hat.
Die konservative und insbesondere operative Behandlung von Refluxkrankheiten wurde durch wissenschaftliche Auswertungen begleitet, die in Fachkreisen besondere Anerkennung fanden.
Der im Bereich der Diagnostik (und Behandlung) von Motilitätsstörungen des Magendarmtraktes sowie Pankreaserkrankungen herausgehobenen Bedeutung der Medizinischen Klinik wurde in 2006 durch zahlreiche wissenschaftliche Publikationen Rechnung getragen. Verzeichnisse der wissenschaftlichen Publikationen unserer Mitarbeiter finden Sie auf dieser Seite.
Seit 2007 führt das Israelitische Krankenhaus (weltweit führend) die transvaginale und somit narbenlose Entfernung der Gallenblase und des Blinddarms durch. Für die Zukunft ist eine wissenschaftliche Studie zur Überprüfung der Güte dieser Operationsmethode geplant.
Die fachliche Expertise am Israelitischen Krankenhaus spiegelt sich u.a. wieder in der Teilnahme an der Erstellung von Leitlinien der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Neun von dreizehn aktuellen Leitlinien zu Erkrankungen des Verdauungssystems wurden unter Leitung oder Beteiligung von Ärzten der Medizinischen Klinik erstellt.
Akademische Lehre und wissenschaftliche Fortbildung
Das Israelitische Krankenhaus ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg. Kontinuierlich werden in allen Fachabteilungen Studenten in jeder Ausbildungsstufe unterrichtet. Hervorzuheben ist das in Hamburg einmalige Angebot eines Wahlfaches „Viszeralmedizin“, in dem internistische und chirurgische Aspekte von Erkrankungen des Verdauungstraktes interdisziplinär gelehrt werden.
Professor Dr. Layer und Dr. Rosien sind Herausgeber des Fachbuchs „Praktische Gastroenterologie“, das als anerkanntes Standardwerk für den klinischen Alltag im April 2011 in der 4. Auflage erschienen ist. An dem Buch sind die Ärzte der Medizinischen und Chirurgischen Klinik als Autoren und die Experten des GastroUpdate als Mitherausgeber beteiligt.
Weiterbildungsbefugnisse
Gemäß der alten Version der Weiterbildungsordnung liegen Befugnisse vor für vier Jahre Innere Medizin und zwei Jahre Gastroenterologie (jeweils Prof. Dr. P. Layer) und vier Jahre allgemeine Chirurgie und drei Jahre Viszeralchirurgie (jeweils Prof. Dr. C. Zornig).
Gemäß der neuen Weiterbildungsordnung bestehen Befugnisse über drei Jahre Innere Medizin (Common Trunk; Prof. Layer, Dr. Rosien, Fr. Dr. Fibbe, Dr. Szuba, Dr. Pachmann) sowie drei Jahre Gastroenterologie (Prof. Dr. P. Layer). Für die Chirurgie besteht nach der neuen Weiterbildungsverordnung eine kumulative 2-jährige Befugnis für die Basis-Weiterbildung Chirurgie (Prof. Dr. C. Zornig). In diese kumulative Befugnis sind 6 Monate Intensivmedizin eingebunden (PD Dr. M. Freitag).
Prof. Dr. Peter Layer ist Kongresspräsident der 67. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) vom 19. bis 22. September 2012 in Hamburg.
Dr. Viola Andresen ist
2. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM).

