Kolonmanometrie

Mit einer Kolonmanometrie lassen sich die Bewegungsmuster des Dickdarms detailliert beurteilen. Die Untersuchung kann für Patienten mit schwerster Verstopfung wichtig sein, vor allem dann, wenn die Verstopfung selbst auf die hochdosierte Gabe von Abführmitteln nicht anspricht und deshalb eine Operation am Dickdarm erwogen wird.

Das Israelitische Krankenhaus ist die einzige Klinik in Deutschland und eine der wenigen Kliniken europaweit, die diese Untersuchungsmethode anbieten. Die Untersuchung ist technisch und in Bezug auf die Auswertung sehr aufwendig. Für die Untersuchung wird im Rahmen einer Darmspiegelung eine Sonde etwa 40-50 cm weit in den Dickdarm platziert. An der Spitze der eigentlichen Messsonde befindet sich ein Ballon, der soweit mit Luft gefüllt wird, bis er der Darmwand anliegt. Druckänderungen, welche durch Kontraktionen der Darmwand entstehen, werden so auf den Ballon übertragen und können gemessen werden. Zusätzlich werden weiter unten im Darm an sechs Ableitungsstellen die durch Kontraktionen entstehenden Druckänderungen punktuell gemessen. Die Dickdarm-bewegungen werden so über mehrere Stunden gemessen. Die Untersuchung kann klären, ob eine Dickdarmlähmung besteht.

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