24-Stunden pH-Metrie

Eine pH-Metrie ist sinnvoll für Patienten mit Refluxbeschwerden, das heißt Sodbrennen oder auch Schmerzen hinter dem Brustbein oder im Übergangsbereich von Magen und Speiseröhre, die nicht ausreichend auf eine Therapie mit Säureblockern ansprechen. (Bei Schmerzen und Druckgefühl hinter dem Brustbein sollte außerdem zuvor abgeklärt sein, dass diese nicht auf einer Herzerkrankung beruhen.)

Eine pH-Metrie misst Säurewerte in der Speiseröhre über 24 Stunden und kann so klären, ob ein vermehrter Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre die Beschwerden verursacht. Sie wird mit Hilfe einer Sonde (sehr dünner Schlauch) durchgeführt, die über die Nase eingeführt und mit der Messstelle im unteren Abschnitt der Speiseröhre platziert wird. Bei bestimmten Fragestellungen verwenden wir Sonden mit einer zweiten Messstelle, die dann je nach Fragestellung im Magen oder im Rachen platziert wird. Es ist wichtig zu klären, ob die Beschwerden eines Patienten tatsächlich auf einer vermehrten Säurebelastung der Speiseröhre beruhen, weil das Gefühl von Sodbrennen zum Beispiel auch durch Krämpfe der Speiseröhrenmuskulatur verursacht werden kann. Insofern trägt eine pH-Metrie dazu bei, sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten zu finden. Sie wird am Israelitischen Krankenhaus allen Patienten angeboten, die zur operativen Behandlung der Refluxerkrankung (Fundoplicatio) kommen.

Bilitec®-Messung

Eine Bilitec®-Messung kann klären, ob Refluxbeschwerden mit oder ohne Speiseröhrenentzündung auf dem vermehrten Rückfluss von aggressivem Dünndarminhalt in die Speiseröhre beruhen. Dies kommt nur sehr selten vor, wenn Patienten einen normalen Magen haben, ist aber für Patienten nach Magenoperationen oft relevant. Die Untersuchung wird mit Hilfe einer Sonde (sehr dünner Schlauch) durchgeführt, die über die Nase eingeführt und mit der Messstelle im unteren Abschnitt der Speiseröhre platziert wird. Dieses Untersuchungsverfahren wird nur an wenigen Kliniken in Deutschland angeboten (Abb.).

Ösophagus-Impedanz-Messung

Die Ösophagus-Impedanz-Messung ist eine weiterführende Untersuchung bei Patienten mit Refluxbeschwerden wie Sodbrennen und Hochlaufen von Mageninhalt. Sie wird fast immer in Kombination mit einer pH-Metrie und meist unter Therapie mit einem Säureblocker durchgeführt. Bei der Impedanzmessung wird nicht nur saure, sondern jede Flüssigkeit in der Speiseröhre erfasst. So kann festgestellt werden, ob (trotz Therapie mit einem Säureblocker) weiter vermehrt Säure in die Speiseröhre zurück läuft, oder ob die Säure ausreichend unterdrückt ist, aber nicht-saurer Mageninhalt weiter in der Speiseröhre hochläuft. Auch dies kann Patienten ausgeprägte Beschwerden verursachen und kann mit anderen Untersuchungsmethoden nicht ausgeschlossen werden.

Video normaler Schluckakt Impedanz

Video Reflux Impedanz

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