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Bauchspeicheldr체se (Pankreas)

Operationen an der Bauchspeicheldr체se werden haupts채chlich wegen Tumoren durchgef체hrt, seltener auch wegen chronischer Entz체ndung des Organs. Pankreaschirurgie soll in Deutschland nur in Zentren erfolgen, die eine Mindestmenge von 10 Patienten pro Jahr operieren. Wir liegen mit 65 Operationen in 2014 weit dar체ber.

Das Pankreas reguliert 체ber die Insulinproduktion den Zuckerhaushalt des Menschen und produziert Enzyme f체r die Verdauung, die 체ber einen Gang in den Zw철lffingerdarm abgegeben werden.

Es gibt zystische Tumoren des Pankreas, die definitiv gutartig sind. Es gibt aber auch zystische Tumoren mit dem Potential, maligne zu entarten, also b철sartig zu werden. Und es gibt das Pankreaskarzinom. Diagnostisch hilft die Bildgebung mit Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MR), Sonographie oder Endosonographie. Leider gelingt aber nicht immer eine klare Zuordnung zu einer der oben genannten Gruppen. Oftmals gelingt die Diagnose erst durch die Operation.

Bei der Operation unterscheiden wir in Abh채ngigkeit von der Lage des Tumors die Pankreaskopfresektion (benannt nach einem Chirurgen Whipple) und die Pankreasschwanzresektion. Es wird also entweder die rechte oder die linke H채lfte der Bauchspeicheldr체se entfernt.

Der Pankreaskopf hat innigliche anatomische Beziehungen zum Zw철lffingerdarm und dem dort einm체ndenden Gallengang, weshalb diese Organe mit entfernt werden (auch die Gallenblase). Anschlie횩end wird eine D체nndarmschlinge in den rechten Oberbauch verlagert und mit dem verbleibenden Pankreas, dem Gallengang und dem Ende des Magens verbunden.

Die Pankreasschwanzresektion (oder auch Linksresektion) ist etwas weniger kompliziert. Die Blutgef채횩e der Milz ziehen allerdings langstreckig an der linken Pankreash채lfte entlang, so dass die Milz in der Regel mit entfernt wird. In g체nstigen F채llen f체hren wir diese Operation minimal invasiv (laparoskopisch) 체ber 4 Zug채nge von 5 bis 12 mm Durchmesser durch. Bei Patientinnen kann das Resektat durch die Scheide geborgen werden, so dass eine gr철횩ere Verletzung der Bauchdecke vermieden wird.

Eine Entlassung ist kaum vor Ablauf einer Woche zu erwarten.

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