(Publikationen)

Die Chirurgische Klinik verfügt über 79 Betten auf 4 Stationen und 4 - 8 Betten auf der interdisziplinären Intensivstation. Die Leitung liegt bei Prof. Zornig und auf den jeweiligen Stationen bei den beiden Oberärztinnen Dr. Emmermann und Dr. Alm, sowie den Oberärzten Dr. Mofid und Dr. Wenck.

Zu dem Team der Chirurgen gehören außerdem 12 Assistenzärzte/innen. Im OP arbeiten 14 Schwestern und Pfleger. Es werden ca. 4000 Operationen pro Jahr durchgeführt.

Die häufigsten Eingriffe erfolgen wegen Bauchwandbrüchen (900 Fälle), der größte Teil davon sind Leistenbrüche. Diese Operation führen wir überwiegend in minimal invasiver Technik durch.

Ein großer Schwerpunkt liegt in der Chirurgie des Magen-Darm-Traktes. Besonders häufig sind Operationen am Dickdarm (560 Fälle) wegen bösartiger Erkrankungen oder Divertikulitis. Bei entzündlicher Diagnose wird laparoskopisch vorgegangen, bei Krebserkrankungen ziehen wir weiterhin das konventionelle Vorgehen über einen Bauchschnitt vor, um ein möglichst ideales onkologisches Ergebnis zu erlangen.

Gallenblasenentfernungen (480 Fälle) werden nahezu ausschließlich in laparoskopischer Technik durchgeführt. Der Umstieg auf das konventionelle Verfahren, meistens wegen erheblicher entzündlicher Vernarbungen, ist erfreulich selten geworden. Sehr vielversprechend ist die neue Technik der narbenfreien Cholecystektomie auf transvaginalem Weg. Sie wurde von uns entwickelt und hat in der chirurgischen Welt viel Anerkennung gefunden.

Operationen an der Schilddrüse werden ca. 150 mal pro Jahr durchgeführt. Hier haben wir ganz besonders das Bestreben, die möglichen Komplikationen (Heiserkeit, Kalziummangel) gering zu halten. Dieses gelingt unter anderem durch den Einsatz eines Gerätes zum Neuromonitoring, mit dem man die Stimmbandnerven identifizieren kann.

Die Reflux-Chirurgie wegen Sodbrennen (200 Fälle) ist ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik. Wegen dieser Operationen und der laparoskopischen Sigmaresektion besuchen uns schon seit vielen Jahren regelmäßig Chirurgen aus dem deutschsprachigen Raum, um diese Operationen hier anzusehen.

Wir gelten als Spezialklinik für Operationen von Weichteilsarkomen (40 Fälle). Das sind bösartige Tumoren, die z. B. vom Fett- oder Bindegewebe ausgehen. Diese Tumoren sind sehr selten und konzentrieren sich hier.

Die Proktologie (160 Fälle) stellt einen wichtigen Teil unserer Tätigkeit auf dem Gebiet des Magen-Darm-Traktes dar.

Operationen an Lunge (35 Fälle), Speiseröhre (35 Fälle), Magen (90 Fälle), Leber (35 Fälle) und Bauchspeicheldrüse (35 Fälle) sind zahlenmäßig geringer, dafür aber wesentlich aufwändiger. ösartiger Erkrankungen operiert.

Alle hier genannten Operationen werden in unserer Klinik so häufig durchgeführt, dass wir damit im Vergleich zu den anderen Hamburger Krankenhäusern führend sind oder aber zumindest zu den drei führenden Krankenhäusern gehören. Die große Routine, die auf dem Gebiet der Visceralchirurgie vorliegt, gepaart mit sehr guten Abläufen in unserem OP und einer routinierten Anästhesie-Abteilung, führt zu außerordentlich kurzen Operationszeiten. Dieses wirkt sich auch besonders auf unsere älteren Patienten günstig aus.

Die minimal invasive Chirurgie oder auch laparoskopische Operation nimmt bei uns einen großen Raum ein. Ca. die Hälfte aller Operationen wird in dieser Technik durchgeführt. Die Vorteile dieser Methode liegen in den kleinen Schnitten, geringeren postoperativen Schmerzen, deutlich besserer Kosmetik und einem kürzeren Krankenhausaufenthalt.

Ca. 500 Operationen werden pro Jahr wegen bösartiger Erkrankungen durchgeführt. Besonders wichtig ist hier auch unsere Zusammenarbeit mit dem Krebsforschungsinstitut INDIVUMED, das unserem Krankenhaus angegliedert ist. Jeden Donnerstag findet um 15.15 Uhr eine interdisziplinäre onkologische Konferenz statt. Neben den Chirurgen und Internisten unseres Hauses nehmen daran der Chef der ambulanten Strahlentherapie des UKE, Herr PD Dr. Krüll, und die internistische Onkologin, Frau Prof. Hegewisch-Becker, teil.

Durch den täglichen Einsatz aller Chirurgen im Operationsbetrieb muss die ärztliche Stationsarbeit zumeist früh morgens und am Nachmittag erfolgen. Unsere erfahrenen Schwestern der Chirurgie sind für Sie jedoch zu jeder Zeit da. Auch nachts und am Wochenende ist übrigens immer ein Chirurg im Haus. Im Notfall sind Chef und Oberärzte schnell zur Seite.

Die Chefarztvisite findet regelmäßig am Dienstag ab 15.15 Uhr statt.

hh
Das Israelitische Krankenhaus engagiert sich im Projekt
"Hamburger Krankenhausspiegel" und ist chirurgisch
mit dem Modul Gallenblasenentfernung vertreten.
Pressematerial zur
narbenfreien Gallenblasenoperation